Dresden am Rhein / Köln an der Elbe

Am 12. September 2016 geht es weiter mit dem Programm des Literaturklubs. Mit Patrick Beck, Kerstin Becker, Undine Materni und Patrick Wilden sind dann vier Autor/innen aus Dresden zu Gast und setzen unsere Städte-Reihe fort, die die Literaturszene einer Stadt vorstellt (Wien, Düsseldorf u.a.).

Am 13. September macht sich dann der Köln-Dresden-Express zum Gegenbesuch auf, wo Kölner (Literaturklub-) Autoren (Christoph Danne, Lütfiye Güzel, Adrian Kasnitz und Christoph Wenzel) im Literaturforum lesen werden. So möchten wir, dass sich zwei geographisch sehr weit voneinander entfernte Städte literarisch etwas annähern.

Die Einladung der Dresdner/innen nach Köln wird übrigens vom Kulturamt der Stadt Köln gefördert.

STK Kulturamt RGB

 

Literaturklub: Von Vögeln und Maschinen am 9. Mai 2016

Von Vögeln, Maschinen und dem Anhalten der Zeit handeln die Texte des heutigen Literaturklubs. Zu Gast sind Bastian Schneider (Köln/Wien), Kinga Tóth (Jena/Budapest) und Dominik Dombrowski (Bonn).

Vom Winterschlaf der Zugvögel heißt Bastian Schneiders Kurzprosa-Band, den er heute vorstellen wird. Die Texte der Klang-Poetin Kinga Tóth hören sich teilweise wie Bauanleitungen zu einem Maschinenpark an. Und Dominik Dombrowskis neuer Gedichtband Fermaten zögert die Zeit und alle Ereignisse heraus.

Bastian Schneider 1981 in Siegen geboren, studierte Psychologie, deutsche und französische Literatur in Marburg und Paris sowie Sprachkunst in Wien. Vom Winterschlaf der Zugvögel (Sonderzahl) ist sein erstes Buch. Er lebt in Köln und Wien.

Kinga Tóth ist Sprachwissenschaftlerin und (Klang-)Poet-Illustratorin und Kulturmanagerin. Sie arbeitet als »Kommunikationsspezialistin« und Lektorin. Darüber hinaus ist sie Songwriter und Frontfrau des Tóth Kína Hegyfalu-Projekts. Sie war Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude (Stuttgart) und lebt z.Zt. in Jena. Neben zahlreichen internationalen Veröffentlichungen ist der Band ALL MACHINE/Allmaschine (Edition Solitude) erschienen.

Dominik Dombrowski, geb. 1964 in Waco/Texas/USA, lebt in Bonn. Studium der Philosophie und Literaturwissenschaften. Freier Lektor. Zuletzt erschienen von ihm die Gedichtbände Fermaten (Edition Azur) sowie Fremdbestäubung und Finissage (beide parasitenpresse).

Moderation: Adrian Kasnitz

Termin: 9. Mai 2016, 20 Uhr

Ort: Theater ‚die wohngemeinschaft‘, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

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Bastian Schneider

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Kinga Tóth

Dominik Dombrowski by Dirk Skiba

Dominik Dombrowski

Neulich, in der Kölner Literaturszene (9)

Stan Lafleur war neulich Gast und dann Besucher im Literaturklub und berichtet hier über den März-Abend.

stan lafleur

Der monatlich im Theater „die wohngemeinschaft“ stattfindende Literaturklub hat sich zu einer Konstante unter den Kölner Lesebühnen gemausert. Mit Guy Helmingers und Navid Kermanis Literarischem Salon, der auf international bekannte Stimmen spezialisiert ist, der von Christoph Danne betriebenen Lyrikreihe hellopoetry! und der auf junge Autoren ausgerichteten Cafélesung Land in Sicht, die von einem fünfköpfigen Team betreut wird, zählt der Literaturklub zu den interessantesten Kölner Literaturveranstaltungen. Ihr Betreiber Adrian Kasnitz setzt auf frische, bisweilen borstige Stimmen: gute bis hochqualitative literarische Alternativen zum Angebot, das den Markt und somit die bekannteren Feuilletons beherrscht. Das hat sich herumgesprochen: der anfänglich schwankende Publikumszuspruch ist passé, die Literaturklub-Abende sind mittlerweile regelmäßig gut besucht.

Der aktuelle Märztermin stand, recht allgemein gehalten, im Zeichen „neuer Texte“. Neben Gastgeber und Kurator Adrian Kasnitz, der gelegentlich die Moderatorenrolle verläßt und eigene Texte vorstellt, lasen diesmal Miriam Zeh und Joachim Geil.

Kasnitz begann mit Ausschnitten aus dem jüngst in der hauseigenen

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Literaturklub: Das Feld am 11. April 2016

Das Langgedicht Das Feld des dänischen Dichters Martin Glaz Serup ist ein eigenwilliger poetischer Text. Kann ein Feld denken und fühlen? Ist das Feld eine Person? Was ist die Schnittmenge von Feld und Mensch, von Inhalt und Form? Heute stellen wir das Buch vor, das frisch auf Deutsch erschienen ist. Unterstützt wird Serup von Peggy Neidel (Aachen) und Paul-Henri Campbell (Frankfurt), die beide neue Texte vorstellen werden.

Martin Glaz Serup, geb. 1978 in Kopenhagen, lebt dort als Autor und Literaturwissenschaftler. Er unterrichtet Literarisches Schreiben und bloggt über Literatur. Das Feld erscheint jetzt in der parasitenpresse.

Peggy Neidel, geboren in Zwickau. Studium der Germanistik und Neueren Geschichte in Düsseldorf. Lyrikdebüt ‚weiß‘ (Poetenladen 2013) und zuletzt ‚laub und wirklich‘ (Lyrik-Edition Rheinland 2016).

Paul-Henri Campbell, geb. 1982 in Boston/USA, deutsch-amerikanischer Übersetzer und Schriftsteller. Zuletzt erschien von ihm u.a. ’space race‘ (Lyrikedition-2000 2015)

Moderation: Adrian Kasnitz

Termin: 11. April 2016, 20 Uhr
Ort: Theater ‚die wohngemeinschaft‚, Richard-Wagner-Str. 39, Köln
Eintritt: 6,- €

Unterstützt durch den Danish Arts Found.

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Martin Glaz Serup. Foto: (c) Andreas Kjærgaard

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Literaturklub: Neue Texte am 14. März 2016

Der Literaturklub steht heute ganz im Zeichen neuer Texte. Joachim Geil liest aus einem neuen Roman, der im Herbst bei Steidl erscheinen wird, Miriam Zeh stellt neue Prosa vor und Adrian Kasnitz reißt die Blätter des Kalendariums #2 ab, der Fortsetzung seines poetischen Langzeit-Projekts.

Termin: 14. März 2016, 20 Uhr
Ort: Theater ‚die wohngemeinschaft‘, Richard-Wagner-Str. 39, Köln
Eintritt: 6,- €

Miriam Zeh wurde 1988 in Hamburg geboren und wuchs in der schleswig-holsteinischen Diaspora zwischen Katholiken und Islandponys auf. Sie studierte Musik, Germanistik und Philosophie, hauptsächlich in Köln, und schreibt Kurzgeschichten, von denen einige ausgezeichnet wurden, im Internet oder in Zeitschriften zu lesen sind.

Joachim Geil, geboren 1970, lebt und arbeitet als Autor und freier Lektor in Köln. Kurzgeschichten, Essays zur Kunst, Künstler-Monografie. Sein Romandebüt Heimaturlaub ist 2010 bei Steidl erschienen, ebenso 2012 der Roman Tischlers Auftritt. Für einen Auszug aus Tischlers Auftritt erhielt Joachim Geil 2011 den Georg-K.-Glaser-Förderpreis, für die Romane Heimaturlaub und Tischlers Auftritt 2013 den Pfalzpreis für Literatur. 2016 erscheint Ruhe auf der Flucht.

Adrian Kasnitz, geboren an der Ostsee, aufgewachsen in den westfälischen Bergen ist u.a. Gastgeber des Literaturklubs, schreibt Lyrik und Prosa. Zuletzt veröffentlichte er die Gedichtbände Kalendarium #1 und #2 sowie den Roman Wodka und Oliven.

Literaturklub: Las Americas am 15. Februar 2016

Im Literaturklub, der diesmal viel mit den beiden Amerikas zu tun haben wird, sind Andreas Bülhoff, Alexander Gumz und Stan Lafleur zu Gast. Alexander Gumz stellt verschwörungscartoons vor, seine New York Flarf Gedichte, die kürzlich in der parasitenpresse erschienen sind. Stan Lafleur (zuletzt ‘Rhein-Meditation’) bringt Fotos, Geschichten und Poesie aus Guatemala mit, wo er vergangenen Sommer einige Wochen verbrachte (Nachholtermin). Und der Neu-Kölner Andreas Bülhoff bringt Samples mit.

Moderation: Adrian Kasnitz

Eintritt: 6,- €

Gefördert vom Kulturamt der Satdt Köln und der Kunststiftung NRW

Die Autoren:

Andreas Bülhoff, geb. 1987 in Gladbeck, im Ruhrgebiet aufgewachsen, lebt in Berlin und Köln. Gedichte erschienen bisher in der Anthologie ‚Westfalen, sonst nichts?‘ (2013) sowie in randnummer und STILL.

Alexander Gumz, geb. 1974 in Berlin, wo er auch lebt. Kuratorische und organisatorische Arbeiten u.a. für das Textonlabel KOOK und das poesiefestival berlin. Veröffentlichung von Gedichten und Nachdichtungen in Zeitschriften, Zeitungen und Anthologien. Sein erster Gedichtband, ‚ausrücken mit modellen‘, erschien 2011 bei kookbooks, Berlin. 2013 folgte ’45sec‘, Gedichte zu Fotos von Michael Mieß, bei SuKuLTuR, Berlin, und 2015 ‚verschwörungscartoons‚, parasitenpresse, Köln. Er erhielt u.a. den Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg (2012), war Stipendiat der Deutschen Akademie Rom in der Casa Baldi (2013) und wird 2016 Stipendiat in der Villa Aurora, Los Angeles, sein.

Stan Lafleur, geboren 1968 in Karlsruhe und dort aufgewachsen, lebt er heute vorwiegend in Köln. Von ihm gibt es bisher 14 Einzeltitel (Lyrik und Prosa), außerdem Hörspiele (WDR, ORF, diverse Lokalsender) und zahllose Veröffentlichungen in Zeitschriften, Zeitungen, TV, Radio und Internet. Er absolvierte hunderte Live-Auftritte und gilt als ein Pionier der deutschen Spoken Word-Szene. Zuletzt erschien Das Lachen der Hühner (parasitenpresse, Köln 2011) und Rhein-Meditation (Rhein wörtlich 2014). Fast täglich erweitert er sein Hybridprojekt rheinsein im Internet.

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Lake Atitlan, Guatemala – Quelle: Wikimedia Commons

STK Kulturamt RGBKNRW_Logo_s

Danke 2015!!!

Vielen Dank an das Publikum und alle Gäste, die auf der Bühne standen, nämlich: Roberto Di Bella, Christoph Danne, Dominik Dombrowski, Charlotte Dresen, Anke Glasmacher, Marco Grosse, Dincer Gücyeter, Lütfiye Güzel, Stefan Heuer, Adrian Kasnitz, Ilse Kilic, Arndt Kremer, Hella Neukötter, Astrid Nischkauer, Niklas L. Niskate, Rebecca Maria Salentin, Simone Scharbert, Stefan Schwinghammer, Giuliano Francesco Spagnolo, Julia Trompeter, Günter Vallaster, Martina Weber, Christoph Wenzel, Fritz Widhalm und Andrea Zámbori!!!

Unser besonderer Dank gilt der Bücherwelt Ehrenfeld, dem Kulturamt der Stadt Köln, dem KULTURsekretariat NRW und dem stets freundlichem Team des Theaters die wohngemeinschaft.

Euer Literaturklub!