Literaturklub: Sang- und klanglos am 14. September 2020 (fällt aus!)

Fällt leider aus!
Sang- und klanglos wollen wir nicht untergehen, auch wenn die aktuelle Situation für Künstler*innen, Veranstaltende und Publikum alles andere als rosig ist. In die neue Saison starten wir dennoch mit zwei bekannten Gesichtern: Sünje Lewejohann war Online zu Gast beim Literaturklub-Jubiläum im April und Gastgeber Adrian Kasnitz hätte schon längst das neue Kalendarium vorstellen sollen. Beide lesen nun aus ihren neuen Büchern, sprechen über Kunst unter neuen Bedingungen und freuen sich endlich wieder vor Publikum lesen zu dürfen.
*
Sünje Lewejohann, geb. 1972 in Flensburg, veröffentliche 2005 den Roman Am Sonntag will Gott zu Atem kommen im DuMont Verlag und 2013 den Gedichtband in den hirschen bei der Connewitzer Verlagsbuchhandlung. 2010 erhielt sie beim Lyrikpreis Meran den Alfred­-Gruber­-Preis für eine Auswahl ihrer Gedichte. Sie lebt in Berlin.
*
Adrian Kasnitz, 1974 an der Ostsee geboren, aufgewachsen in den westfälischen Bergen, lebt in Köln. Von ihm erschienen zuletzt die Gedichtbände Kalendarium #1 bis #6 (parasitenpresse 2015f.) und Glückliche Niederlagen (Sprungturm 2016), der zweisprachige Prosaband Pierre Huyghe hired me (parasitenpresse 2019) sowie der Roman Bessermann (Launenweber 2017). 2020 wurde er mit dem Dieter-Wellershoff-Stipendium der Stadt Köln ausgezeichnet.
*
Termin: 14. September 2020, 20 Uhr
Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln
*

Literaturklub: Jubiläumslesungen am 20. und 23. April 2020

Beide Abende werden auf unserer Facebook-Seite ab 19.45 Uhr gestreamt: https://www.facebook.com/literaturklub.koln/

Der Literaturklub in der wohngemeinschaft feiert sein 10-jähriges Jubiläum mit zwei Abenden. Idiotische Wucht heißt der 1. Abend (20. April) und präsentiert drei renommierte Dichter*innen. Guy Helminger (Köln), Sünje Lewejohann (Berlin) und Christoph Wenzel (Aachen) lesen neue Gedichte und sprechen über das Schreiben von Lyrik. Musikalische Begleitung gibt es von Ramblin‘ Boy Harrers. Adrian Kasnitz moderiert.

Schönheit der Wüste heißt der 2. Abend, an dem Luise Boege (Berlin), Joachim Geil (Köln) und Mirjam Kay ‚MK‘ Mashkour (Köln) zu Gast sind. Alle drei lesen neue Prosa und entführen uns in ihre Textwelten. Marie Tjong-Ayong und Jannis Sicker machen Musik. Adrian Kasnitz moderiert.

Der Eintritt ist frei. Falls ihr uns dennoch unterstützen möchtet, könnt ihr Spenden per Paypal an uns überweisen: paypal.me/parasitenpresse

/////////////////////////////////////////////

Autor*innen am 1. Abend (20. April)

Guy Helminger wurde 1963 in Esch / Alzette (Luxemburg) geboren, lebt seit 1985 in Köln. Er schreibt Gedichte, Romane, Hörspiele, Theater. Seit 2006 moderiert er zusammen mit Navid Kermani den Literarischen Salon in Köln.
Preise: 2002 Förderpreis für Jugend-Theater des Landes Baden-Württemberg, 2002 Prix Servais, 2004 3sat-Preis, 2006 Prix du mérite culturel de la ville d’Esch, 2016 Dresdner Lyrikpreis.
Letzte Veröffentlichungen: Die Lehmbauten des Lichts. 2019; Jockey. 2019; Die Tagebücher der Tannen. 2018; Die Allee der Zähne. 2018.

Sünje Lewejohann,geb. 1972 in Flensburg, veröffentliche 2005 den Roman Am Sonntag will Gott zu Atem kommen im DuMont Verlag und 2013 den Gedichtband in den hirschen bei der Connewitzer Verlagsbuchhandlung. Zuletzt erschien der Gedichtband die idiotische wucht deiner wimpern in der parasitenpresse. 2010 erhielt sie beim Lyrikpreis Meran den Alfred-Gruber-Preis für eine Auswahl ihrer Gedichte. Sie lebt in Berlin.

Christoph Wenzel, 1979 im westfälischen Hamm geboren, studierte Germanistik und Anglistik in und wurde dort promoviert. Er arbeitet als Autor, Herausgeber, Redakteur und Universitätsangestellter in Aachen. Er ist Mitbegründer und -herausgeber der Literaturzeitschrift [SIC], betreibt gemeinsam mit Daniel Ketteler den [SIC] – Literaturverlag und schreibt Lyrik und Essays, die in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht sind. Zuletzt erschien der Gedichtband „lidschluss“ in der Edition Korrespondenzen (2015).
Er ist Redakteur des zweisprachigen deutsch-niederländisch-flämischen Lyrikmagazins TRIMARAN. Für das Radio schreibt und spricht er gelegentlich Essays (u.a. ZEITLUPE WDR3/Mosaik) und für das Literaturbüro NRW kuratiert er die Online-Lyrikanthologie Flusslaut bei Instagram.

/////////////////////////////////////////////

Autor*innen am 2. Abend (23. April)

Luise Boege, geboren 1985 in Würzburg. Studierte Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig sowie Literaturwissenschaft in Erfurt. Veröffentlicht Prosa und Lyrik. Als Einzeltitel erschienen bislang ‚Kaspers Freundin‘ (2015), ‚Bild von der Lüge‘ (2017) bei Reinecke&Voß und ‚Exorzismus in Polen Die Schönheit der Wüste‘ (parasitenpresse 2018).

Joachim Geil wurde 1970 geboren und wuchs in der Pfalz auf. Er studierte u. a. Theater-, Film und Fernsehwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität zu Köln. Er veröffentlichte die Romane ‚Heimaturlaub‘ (2010), ‚Tischlers Auftritt‘ (2012) sowie ‚Ruhe auf der Flucht‘ (2016) – alle bei Steidl. Zuletzt wurde er mit dem Dieter-Wellershoff-Stipendium ausgezeichnet. Er lebt in Köln.

Mirjam Kay „MK“ Mashkour (*1992) studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus am Literaturinstitut Hildesheim sowie Politik- und Rechtswissenschaft in Bologna, Rom und Hamburg. MK schreibt seit ihrem 17. Lebensjahr für Zeitungen (u.a. Der Freitag, Hannoversche Allgemeine, Kölnische Rundschau). Im Rahmen der Textwerkstatt Kölner Schmiede 2018/2019 arbeitete sie an ihrem Debütroman.


Der Abend wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln

STK Kulturamt RGB

Literaturklub: Paris im Titel am 9. März 2020

Paris im Titel mit Bastian Schneider

Es sind die kleinen Begebenheiten des Alltags, die normalerweise unterhalb unserer Aufmerksamkeitsschwelle verbleiben: Ihnen gibt Bastian Schneider für einen kurzen Moment die Möglichkeit, Teil einer kleinen Geschichte zu werden. Mit diesen »Geschichtchen«, die so unbeschwert wie präzise daherkommen, vollbringt er das Kunststück, vorzuführen, wie wir uns in der Welt Sinn verschaffen.

‚Paris im Titel‘ heißt der neue Prosaband des Kölner Schriftstellers, der im Wiener Sonderzahl Verlag erscheint und den wir nun im Literaturklub vorstellen.
Moderation: Adrian Kasnitz.

Termin: 9. März 2020, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

SAMSUNG CSC
Bastian Schneider. Foto: (c) A. Kasnitz

Bastian Schneider, 1981 in Siegen geboren. Studium der deutschen und französischen Literatur in Marburg und Paris; Studium der Sprachkunst in Wien. Auszeichnungen: Dieter-Wellershoff-Stipendium 2019, Dresdner Lyrikpreis 2018, Arbeitsstipendium der Kunststiftung NRW 2018, Förderpreis des Landes NRW 2017, Stipendiat des Atelier Galata der Stadt Köln in Istanbul 2017, Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium 2016, nominiert für den Ingeborg-Bachmann-Preis 2016. Zuletzt erschienen u.a. ‚Die Schrift, die Mitte, der Trost. Stadtstücke‘ (Sonderzahl 2018) und ‚Irgendwo, jemand‘ (parasitenpresse 2017). Er lebt in Köln und Wien.

Der Abend wird gefördert durch das NRW Kultursekretariat, Wuppertal, und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Druck

logo_farbe_mkw_nrw_4c_pfade_7_2017_pantone_0

 

 

 

Literaturklub: Was es bedeuten soll am 11. Februar 2020

Was es bedeuten soll. Neue hebräische Dichtung in Deutschland – mit Asaf Dvori, Maya Kuperman, Gundula Schiffer und Adrian Kasnitz

Die von Gundula Schiffer und Adrian Kasnitz aus dem Hebräischen übersetzte und herausgegebene Anthologie „Was es bedeuten soll. Neue hebräische Dichtung in Deutschland“ (Parasitenpresse) versammelt Texte von 13 in Deutschland lebenden, auf Hebräisch schreibenden Autor*innen. In Gespräch und Lesung stellen die beiden Kölner Herausgeber*innen und die Berliner Autor*innen Maya Kuperman und Asaf Dvori die Anthologie vor und sprechen über das Schreiben in der Emigration.

Dass die jüdische und hebräische Kultur heute in Deutschland und Europa wieder pulsiert, ist ein Wunder. Und zwar eines, um das man sich kümmern muss. Tatsächlich schließt sich heute der Kreis und die modernhebräische Literatur kehrt dorthin zurück, wo sie gegen Mitte des 19. Jahrhunderts begann. Vornehmlich in osteuropäischen Metropolen wie Kaunas, Warschau oder Odessa, aber auch im Westen, etwa in Paris und London, wirkten damals die ersten modernhebräischen Schriftsteller, bevor sich diese Zentren mit der Staatsgründung nach Tel Aviv und Jerusalem verschoben. Aktuell liegt eines ihrer Hauptzentren wieder in Berlin. Hebräisch versteht sich hier als diasporische und kosmopolitische Sprache, eingewoben in ein transnationales, weltumspannendes, literarisches Netz. Die hier versammelten Gedichte wurden allesamt in Deutschland verfasst und bisher nicht ins Deutsche übersetzt. Bei den meisten handelt es sich auch im Original um bisher unveröffentlichte Texte.
Mit Texten von Ronen Altman Kaydar, Yael Dean Ben-Ivri, Tomer Dotan-Dreyfus, Asaf Dvori, Yemima Hadad, Zahava Khalfa, Admiel Kosman, Maya Kuperman, Tali Okavi, Loulou Omer, Gundula Schiffer, Mati Shemoelof und Michal Zamir.

Termin: Dienstag, 11. Februar 2020, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

81330624_2450193525230432_3994070356917747712_o
Maya Kuperman

Cover Hebrew4

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln

STK Kulturamt RGB

Literaturklub: Zeichnet Schlaufen am 13. Januar 2020

Zum Jahresbeginn, wenn die Möglichkeiten noch endlos scheinen, zeichnet der Literaturklub Schlaufen und stellt vier Autor*innen, vier verschiedene Stimmen vor.

Judith Röder (Köln) nähert sich in ihren Filmen und Texten Landschaften und verlassenen Orten, Bettina Hesse (Köln) hat zuletzt „Die Philosophie des Singens“ (Mairisch) veröffentlicht, Franz Hofner (Bonn) ist Dichter und Rezensent (u.a. für Fixpoetry) und Roman Paul Widera (Mainz) stellt seinen Debütband „Dammbruch“ (parasitenpresse) vor.

Moderation: Adrian Kasnitz

Termin: 13. Januar 2020, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

8_judithroder_ph_alicjakielan
Judith Röder. Foto: Alicja Kielan

Literaturklub: Raumsch & bewegliche Ziele am 9. Dezember 2019

Eine doppelte Book-Release gibt es mit den beiden Dichtern Christoph Danne (Köln) und Arnold Maxwill (Dortmund) im Literaturklub. Maxwill schreibt in seinem Debütband Raumsch (parasitenpresse) über Gelände, Struktur und den Überbleibseln von lost places. Der neue Gedichtband von Christoph Danne bewegliche Ziele erscheint in der Corvinus Presse. Der Berliner Verleger und Buchdrucker Hendrik Liersch ist anwesend und erzählt vom Buchdruck im digitalen Zeitalter. Moderation: Adrian Kasnitz

**

Arnold Maxwill, geb. 1984 am Niederrhein, lebt und arbeitet in Dortmund. Studium der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte. Für seine Gedichte erhielt er u.a. den GWK-Förderpreis für Literatur, Feldkircher Lyrikpreis, Lyrikpreis München. Raumsch ist sein Debütband.

Christoph Danne, geb. 1976 in Bonn, Studium in Berlin, Salamanca und Köln, lebt und arbeitet in Köln. Veröffentlichte vier Gedichtbände, u.a. das halten der asche und Aufwachräume (beide parasitenpresse). Danne erhielt mehrere Auszeichnungen u.a. den Postpoetry-Preis und ein Arbeitsstipendium des Landes NRW. Er veranstaltet die Lyrik-Lesereihe HELLOPOETRY! in Köln, kuratiert das Lyrikfestival Satelliten und betreibt den tauland-verlag. Im Herbst 2019 erscheint der Band bewegliche Ziele in der Corvinus Presse.

Termin: 9. Dezember 2019, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

Literaturklub: Hamburg-Abend am 19. November 2019

Literaturklub: Hamburg-Abend

In der Städte-Reihe des Literaturklubs sind diesmal mit Jonis Hartmann, Marie-Alice Schultz und Ayna Steigerwald drei Hamburger Autor*innen zu Gast. Sie lesen Prosa und Lyrik und erzählen uns vom literarischen Leben in der Hansestadt. Zu ihren vielen Projekten gehören die Literaturzeitschrift TAU, der writers‘ room, die Hafenlesung und ULF – das Festival der unabhängigen Lesereihen. Es wird also spannend! Moderation: Adrian Kasnitz

Termin: 19. November 2019, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

Gäste:   

Jonis Hartmann, geb. 1982 in Köln, lebt und arbeitet in Hamburg. Er übersetzt und veranstaltet, hat in Zeitschriften wie EditAkzenteDetail veröffentlicht. Jonis ko-organisiert die Lesereihen Hafenlesung und AHAB und ist aktiv im Hamburger Schreibatelier writers‘ room. Mitherausgeber der Literaturzeitschrift tau. Auf Fixpoetry und Textem erscheinen Literaturbesprechungen. Letzte Veröffentlichung EX. Gedichte im Elif Verlag, 2019 und die Übersetzung Alexander Trocchi. Freizeit. Gedichte, bei Stadtlichterpresse, 2019.

Marie-Alice Schultz, geboren 1980 in Hamburg, studierte Theaterwissenschaften und Germanistik in Berlin sowie Bildende Kunst in Wien. Sie ist Mitherausgeberin der Hamburger Literaturzeitschrift TAU und hat selbst in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. 2016 war sie Stipendiatin der Schreibwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung und Teilnehmerin des 20. Klagenfurter Literaturkurses. Für die Arbeit an „Mikadowälder“ (Rowohlt 2019) wurde sie mit dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet.

Ayna Steigerwald, geboren 1986 in Brüssel, lebt in Hamburg. Als selbstständige Autorin schreibt sie Lyrik / Theatertext und arbeitet gelegentlich in der freien Theaterszene. Zudem veranstaltet sie Lesungen und ist beteiligt an Kunstprojekten (wie den Foto-Text-Installationen mo|men|tos). Sie ist Mitglied der Initiative Unabhängige Lesereihen e.V. und des writers‘ room Hamburg. 2019 ist sie Teil der Künstlerischen Leitung von ULF – Das Unabhängige-Lesereihen-Festival in Nürnberg. Aktuelle Publikation „tagslichtdosen“ (Materialien 2019).

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln

STK Kulturamt RGB

Literaturklub: Mein marokkanischer Roadtrip am 14. Oktober 2019

Im Alleingang und ohne nennenswertes Budget reist Miriam Spies mitten im Winter durch Marokko. Ob per Anhalter, im Nachtbus oder zu Fuß – die Reiseleitung überlässt sie dabei dem Zufall. Und so trifft sie auf Westsahara-Veteranen, erzählfreudige Bettler, englische Damen und jede Menge Geister der Vergangenheit. Mal übernachtet sie in einer Studenten-WG, mal bei einer traditionellen marokkanischen Familie und mal im Backpacker-Hostel. Augenzwinkernd und mit großer Zuneigung für Marokko stellt Miriam Spies den Lobliedern der alten Reiseliteraten die Wünsche und Träume der jungen Generation gegenüber und entwirft so ein mythisches Bild des winterlichen Marokko zwischen Grunge und Grandezza. Heute stellt sie ihr Buch Im Land der kaputten Uhren im Literaturklub vor. Moderation: Adrian Kasnitz
*
„Okay, für meine Ohren klang der Reiseplan haarsträubend. Aber er war liebevoll von einem marokkanischen Freund ausgearbeitet worden, und so notierte ich ihn minutiös in meinem Kalender. Die deutsche Art von minutiös, die von der absoluten Verbindlichkeit dieser Angaben ausgeht.

»Hey, sweety«, schrieb er kurz vor meinem Abflug, als wollte er damit meinen Kalendereintrag kommentieren,»travel the Moroccan way ;)«, und ich wusste genau, was er damit sagen wollte: Nimm’s mit einem Lächeln, wenn alles anders kommt. Simple enough und doch äußerst sachdienlich, wenn man durch Marokko reist.“

Miriam Spies, Jahrgang 1982, studierte Germanistik, Buchwissenschaft und Kulturanthropologie in Mainz und Berlin. Sie lebt, liest, denkt und schreibt in Mainz, sofern sie nicht gerade durch die Republik tingelt, um auf Bühnen zu sitzen, literarische Psychogramme über die Gattung Mensch zu erstellen oder in Zügen, Bussen oder von Barhockern aus schreibend Welt zu verdichten. 2014 reiste sie zum ersten Mal auf den Spuren der Beatgeneration nach Tanger. Seitdem war sie jedes Jahr mindestens einmal dort. Im Land der kaputten Uhren erschien bei Conbooks, Neuss 2019.

Termin: 14. Oktober 2019, 20 Uhr
Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln
Eintritt: 6,- €
Foto_Miriam Spies_von Sabrina Albers_web
Miriam Spies. Foto: (c) Sabrina Albers

Literaturklub: Artur Becker am 17. September 2019

Zum Saisonauftakt haben wir den deutsch-polnischen Schriftsteller Artur Becker zu Gast im Literaturklub. Seine Romane, Essays und Gedichte entführen in die Wälder Masurens, die niedersächsische Tiefebene oder auf Venedigs schwankende Gondeln. Auf der nie endenden Suche nach Schönheit und Liebe in dieser vertrackten Welt istsich Becker immer um die schwierige Geschichte bewusst, die unter unseren Füßen liegt. Becker liest aus dem Gedichtband „Bartel und Gustabalda“ (parasitenpresse 2019) und andere Texte. Moderation: Adrian Kasnitz.

Artur Becker, geb. 1968 in Bartoszyce (Masuren), lebt seit 1985 in Deutschland. Becker schreibt Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays. Zuletzt veröffentlichte er den Roman Drang nach Osten bei weissbooks.w, wo viele seiner Romane und Essays erschienen sind. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit demAdalbert-von-Chamisso-Preis und dem Dialog-Preis. In der parasitenpresse erscheint jetzt der Gedichtband „Bartel und Gustabalda“.

 

Termin: 17. September 2019, 20 Uhr
Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln
Eintritt: 6,- €
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln
67490431_10162139626995261_7377091232687718400_o
Artur Becker. (c) Anya Schutzbach

STK Kulturamt RGB