Literaturklub: Stimmen der Freiheit am 12. Juni 2017

Literaturklub: Stimmen der Freiheit – Texte verfolgter türkischer Autor/innen

Wenn eine Diktatur entsteht, ist das freie Wort zuerst bedroht. Über 160 Journalisten sind in der Türkei in Haft, mehr als 150 Medienhäuser wurden geschlossen. Schriftsteller werden wegen ihrer Texte vor Gericht gestellt.

Die Journalisten Aydin Üstünel, Evren Zahirovic und Gerrit Wustmann lesen Texte verfolgter türkischer Autoren, die einen Einblick in die Lage vor Ort geben. Sie erläutern die Situation ihrer türkischen Kollegen, geben Einblicke in Hintergründe und den Kampf eines Landes um Demokratie und Meinungsfreiheit. Im anschließenden Publikumsgespräch hat jeder die Möglichkeit, Fragen loszuwerden.

Im Laufe des Abends werden eigens hierzu eingespielte Videobotschaften von Can Dündar und der jüngst mit dem Nannen-Preis ausgezeichneten Banu Güven gezeigt.

Moderation: Adrian Kasnitz

 

Termin: 12. Juni 2017, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Straße 39, Köln

 

Eintritt: 6 Euro

In Kooperation mit dem KulturForum TürkeiDeutschland

Sämtliche Einnahmen des Abends werden dem Rechtshilfefonds des KulturForums gespendet, mit dem verfolgte Oppositionelle in der Türkei unterstützt werden.

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Ece Temelkuran

Literaturklub: Mini Welt am 8. Mai 2017

In die Mini-Welt der Vorstädte und der Peripherie mit Menschen, Möwen und anderen Tieren führt uns Stan Lafleur (Köln) in seinem neuesten Gedichtband MINI WELT. Willi Achten (Aachen) stellt seinen Roman Nichts bleibt vor, der Rache zum Thema hat. Und Jonas Linnebank (Köln) stellt neue und an verstreuten Orten erschienene Texte vor.

Moderation: Adrian Kasnitz

Termin: 8. Mai 2017, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, 50674 Köln

Eintritt: 6,- €

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Stan Lafleur © Adrian Kasnitz

Die Gäste:

Willi Achten, geb. 1958 in Mönchengladbach. Studium der Germanistik und Sonderpädagogik in Bonn und Köln. Lebt in Aachen. Zuletzt erschienen von ihm Nichts bleibt, Roman, Pendragon 2017 und Dahinter das Meer, Gedichte, Edition Virgines 2016.

Stan Lafleur, geb 1968 in Karlsruhe, lebt in Köln. Er schreibt Lyrik, Prosa, Hörspiele, Bühnenszenarien und bloggt auf rheinsein über die rheinischen Kulturlandschaften. Zuletzt erschienen: MINI WELT, Edition Virgines 2017 und Rhein-Meditation, Edition 12 Farben, rhein wörtlich, Köln 2015.

Jonas Linnebank, geb. 1989 in Werl, lebt seit dem Herbst 2009 in Köln und studiert Deutsche Sprache & Literatur und English Studies. Erste Texte sind im Print und online bei der mosaikzeitschrift erschienen.

 

Literaturklub: Launen am 26. April 2017

Heute treffen der Schweizer Autor und Performer Arno Camenisch und der Kölner Dichter Christoph Danne aufeinander. Camenisch liest aus seinem neuesten Buch Die Launen des Tages. „Camenisch zu lauschen ist ein Genuss!“, sagt der WDR. Danne stellt seinen neuen Gedichtband Aufwachräume vor, der in der parasitenpresse erscheint. Die Gedichte führen zu den Bars der Küsten, den urbanen Rändern, und haben den Blick fast an die Leere verloren. Beide haben das Unterwegssein im Blut.

Moderation: Adrian Kasnitz

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Arno Camenisch. Foto: Janosch Abel
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Christoph Danne

Termin: 26. April 2017, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

Die Gäste:

Arno Camenisch: Seine Lesungen führen ihn um die Welt – von Hongkong über Moskau und Buenos Aires bis nach New York, und seine Texte wurden in 20 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem den Hölderlin-Förderpreis, den Schweizer Literaturpreis, den ZKB Schillerpreis, und mit seiner „Bündner Trilogie“ wurde er in Holland für den Europäischen Literaturpreis nominiert. Im vergangenen Jahr strahlte das Schweizer Fernsehen und 3sat den Dokumentarfilm „Arno Camenisch – Schreiben auf der Kante“ aus. Sein neuestes Buch ist „Die Launen des Tages“ – Geschichten, die mit viel Witz und Tempo von menschlichen und allzumenschlichen Begegnungen und Verhängnissen erzählen, um immer geht es auch um die Liebe, denn es ist die Liebe, die die Welt am Laufen hält. Und wenn Camenisch liest, macht er das mit voller Hingabe, mit einem Rhythmus und einer Sprachmelodie, die faszinieren. „Seine Lesungen sind Kult“, sagt der Hessische Rundfunk.

Christoph Danne, geb. 1976, lebt als Dichter, Verleger und Buchhändler in Köln. Er ist regelmäßig Gast im Literaturklub und veranstaltet eine eigene Lesereihe namens Hellopoetry! Zuletzt erschienen die Gedichtbände „das halten der asche“ und „shooting stars“. Sein neuer Gedichtband Aufwachräume erscheint druckfrisch im April in der parasitenpresse und wird an dem Abend erstmals vorgestellt.

Die Lesung von Arno Camenisch wird freundlich unterstützt von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

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Frühlinghaftes Erwarten

Bilder zum Abend mit René Hamann und Dorian Steinhoff. Das war ein großes Vergnügen. Der nächste Literaturklub findet dann am 26. April statt. Dann sind Arno Camenisch (Schweiz) und Christoph Danne (Köln) zu Gast. Infos folgen.

Literaturklub: (Er)Warten am 13. März 2017

Diesmal dreht sich der Literaturklub ums Warten und Erwarten. René Hamanns Gedichte aus dem Band „Wart und Gegenwart“ (parasitenpresse) sind im guten alten 90er Jahre Köln und im gegenwärtigen Berlin angesiedelt, fangen die Zeit ein, als Pop noch Haltung hatte und streifen lakonisch umher wie die „Niveaupolizei“. Dorian Steinhoff, dessen letzter Erzählband „Das Licht der Flammen auf unseren Gesichtern“ (mairisch) mehrfach ausgezeichnet wurde, stellt einen neuen Roman vor. Darin geht es um Lüge, Betrug und den Wunsch nach Aufstieg und Zugehörigkeit in einer Erwartungsgesellschaft.

Moderation: Adrian Kasnitz

Termin: 13. März 2017, 20 Uhr
Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln
Eintritt: 6,- €

Fotos vom Besuch aus München

Vielen Dank an Kilian Fitzpatrick, Thomas Glatz und Nikolai Vogel für ihren Besuch und Auftritt im Literaturklub – und an das Kulturamt, das ihren Besuch ermöglichte. Hier folgen ein paar Eindrücke vom Abend.

Der nächste Literaturklub findet am 13. März statt, dann sind René Hamann und Dorian Steinhoff zu Gast.

Literaturklub: München-Abend am 6. Februar 2017

Um den unabhängigen Münchner Verlag Black Ink gibt es eine Autorengruppe, die Romane, Kurzprosa und experimentelle Literatur veröffentlicht. Drei dieser Autoren sind heute zu Gast: Kilian Fitzpatrick, Thomas Glatz und Nikolai Vogel.

Nikolai Vogel liest Neues aus seiner Großen ungeordneten Aufzählung, aus der u.a. ein „Detail“ als Band in der Parasitenpresse erschienen ist. Thomas Glatz hat gleich mehrere seiner „Miniromane“ im Gepäck und wird uns mit Herrn M., Herrn N., Frau O. oder sogar dem noch unveröffentlichten Herrn P. bekannt machen. Kilian Fitzpatricks Erzählungen finden im Kleinen immer auch die ganz großen Zusammenhänge, die Beschleunigung, das Sonnensystem, die Raumzeitkrümmung …, dabei sitzt sein Protagonist nur in der S-Bahn. Und Nikolai Vogel und Kilian Fitzpatrick lesen zusammen aus ihrem, seit mehr als zehn Jahren entstehenden neunteiligen Romanprojekt Mond0 – einer auf einem Trabanten spielenden Gesellschaftsutopie, Future-Fiction, in der die Gegenwart immer wieder neu erscheint, irgendwo über unseren Köpfen … Vergnügungspark oder Paradies?

Moderation: Adrian Kasnitz

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Termin: 6. Februar 2017, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln

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