Sommerpause

Wir sind jetzt in der Sommerpause, feilen am neuen Programm und starten am Dienstag, 17. September 2019 in die neue Saison. Kurz vorher, am 6./7. September findet zum ersten Mal das Europäische Literaturfestival Köln Kalk statt mit acht internationalen Autor*innen, das wir wärmstens empfehlen.

 

Literaturklub: Mai-Kalendarium am 13. Mai 2019

Lesung und Konzert mit Adrian Kasnitz und Hanna Schörken
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Der Literaturklub-Gastgeber und Dichter Adrian Kasnitz schreibt seit einigen Jahren einen umfassenden poetischen Zyklus für jeden Tag des Jahres. Jährlich erscheint ein neuer Monats-Band, diesmal das Kalendarium #5 mit den Gedichten für den Mai. Adrian Kasnitz stellt das Langzeitprojekt vor uns liest die neuesten Texte. Musikalisch begleitet wird er von der Kölner Sängerin und Improvisatorin Hanna Schörken, die die natürlichen Effekte und Möglichkeiten ihrer Stimme auslotet.
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Adrian Kasnitz lebt als Schriftsteller, Herausgeber und Veranstalter in Köln. Er veröffentlichte zuletzt die Gedichtbände ‚Kalendarium #1 bis #4“ (2015-2018), ‚Glückliche Niederlagen‘ (2016) und den Roman ‚Bessermann‘ (2017). Außerdem übersetzte er Gedichte aus dem Griechischen ‚Kleine Tiere zum Schlachten‘ (2018). Für seine Texte wurde er u.a. mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium und dem GWK.Förderpreis Literatur ausgezeichnet. www.adriankasnitz.de
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Hanna Schörken (*1985) lebt und arbeitet als Sängerin und Improvisatorin in Köln. In ihren Solo Performances erkundet Hanna Schörken die natürlichen Effekte und Möglichkeiten ihrer Stimme. Hanna untersucht das Klangspektrum ihrer Stimme, indem sie emotionale Klangskizzen zeichnet. Die Stimme wird als Kommunikationsträgerin und Ausdrucksmittel einer inneren, emotionalen Klanglandschaft gesehen. Dadurch werden ‚voice paintings‘ geschaffen, die die Grenzen von Geräusch, Wort und Klang ausloten. www.hannaschoerken.de
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Termin: 13. Mai 2019, 20 Uhr
Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln
Eintritt: 6,- €

Literaturklub: Künstliche Tölpel am 10. April 2019

Drei Gedichtbände hat der Bonner Schriftsteller Dominik Dombrowski bereits veröffentlicht, dazwischen immer wieder auch Kurzgeschichten geschrieben. Mit der Erzählung Künstliche Tölpel erscheint aber erst jetzt sein Prosadebüt in der parasitenpresse. Darin bricht Laszlo seinen Urlaub auf Korfu ab, kehrt an den Rhein zurück, wo er sich in einen Stein verwandelt. Dombrowskis Text ist eine Reflexion über Sein und Zeit in einer beschleunigten Welt. Moderation: Adrian Kasnitz

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Dominik Dombrowski, geb. 1964 in Waco, Texas/USA. Lebt in Bonn. Studium der Philosophie und Literaturwissenschaften. Seit 2013 veröffentlichte er die drei Lyrikbände „Finissage“, „Fremdbestäubung“ (parasitenpresse) und „Fermaten“ (edition Azur). Er wurde mit diversen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem zweiten Preis beim Lyrikpreis München und dem Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Edenkoben (2015). Künstliche Tölpel erscheint im März 2019 in der parasitenpresse.

Termin: Mittwoch, 10. April 2019, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

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Dominik Dombrowski. Foto: (c) Dirk Skiba

Literaturklub: Angst und Ausbruch am 11. März 2019

Im Sommer 2017 erhält die Musikerin Mira Mann (München) eine beängstigende Diagnose. Im Krankenhaus beginnt sie ein poetisches Tagebuch über die ersten zwei Wochen mit diesem Wissen. „Ich will meine Angst nicht verstecken“, schreibt sie über diese Zeit. Der Kölner Autor Thomas Empl sucht oft in seinen Texten nach Schönheit im Traurigen, dem Ausbruch aus Abhängigkeiten und einer Sprache für (und gegen) Gewalt.

Moderation: Adrian Kasnitz

Mira Mann ist Bassistin und Sängerin der Band candelilla, macht die Sendung Text + Musik für Radio 80000 und ist Herausgeberin des pdf-Magazins Ultra Soft. Sie schreibt für Das Wetter, Tegel Media und die Süddeutsche Zeitung. Der Band Gedichte der Angst (parasitenpresse 2019) ist ihre erste eigenständige Publikantion. Sie lebt und arbeitet in München.

Thomas Empl, geboren 1991 in München, lebt und arbeitet in Köln. Seit Oktober 2017 studiert er postgradual den neuen Studienschwerpunkt Literarisches Schreiben an der Kunsthochschule für Medien Köln. Er ist Co-Organisator der Veranstaltungsreihe Der Literarische Salon von Navid Kermani und Guy Helminger am Stadtgarten Köln sowie Co-Herausgeber der Anthologie des Literarischen Schreibens der KHM, Kurze.

Termin: 11. März 2019, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

 

STK Kulturamt RGB

Literaturklub: In Kleinigkeiten bedeutend am 11. Februar 2019

In Kleinigkeiten bedeutend – Diesem Motto folgend haben sich Studierende des neuen Schreib-Studiengangs der Uni Köln ein Semester lang in der literarischen Verknappung versucht und sich jedes einzelne Wort sorgsam vom Munde abgespart. Das Ergebnis sind Kürzestgeschichten, Mikroessays und Prosagedichte, in denen sich das Größte im Kleinsten spiegelt. Hier wird aus dem Elefanten eine Fliege gemacht, das Liebesdrama beschränkt sich auf ein Register des Nötigsten und das Heilige kulminiert in einem einzelnen Staubkorn im Kölner Dom.

Es lesen: Marie Bönnen, Ingo Eisenbeiß, Tamina Gatzke, Josephine Güntner, Niklas Imhof, Lisa James, Lotte Löhausen, Nora Schmitt, Anna Westkämper, Antonia Wintersig und Janina Wölk.

Durch den Abend führen Bastian Schneider und Adrian Kasnitz

Termin: 11. Februar 2019, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

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Foto: (c) Bastian Schneider

Literaturklub: Rettungswesen und Totenkulte am 14. Januar 2019

Im Literaturklub entführen Johanna Dombois und Ulrich van Loyen nach Griechenland und Neapel. Dombois schreibt über Textilien und Körper, über Flüchtende auf dem Weg nach Europa. Van Loyen begibt sich auf Entdeckungsreise in Neapels Unterwelt zu Seherinnen, Geistern und Totenschädeln. Moderation: Adrian Kasnitz

In „Rettungswesen“ von Johanna Dombois geht es um Textilien, um Flüchtende, das Mittelmeer, Griechenland und Deutschland. Lesbos, Piräus, Athen und die documenta sind ihre Stationen, der ehemalige Berliner Flughafen Tempelhof und der Köln-Bonner Flughafen. Orten, an denen Wege sich kreuzen, an denen Menschen sich begegnen, spürt sie nach. Ihre Textstücke vernäht sie zu einem textilen Kleid, in das man als Leser*in hineinschlüpfen kann. (Johanna Dombois: Rettungswesen. Prosa, parasitenpresse 2018)

Neapel ist von der Entzauberung der Welt verschont geblieben, und doch ist es eine moderne Stadt. Schon geologisch doppelbödig, hat es eine Affinität zum Zwischenreich ausgebildet: Transgender und Geister, Adoptionsgemeinschaften als Familien, anonyme Totenschädel als Vorfahren. Ulrich van Loyen begibt sich mit seinem wissenschaftlichen Reisebuch in diese Schwellenzonen und versucht, anhand der Totenkulte die Matrix dieser Stadt zu entschlüsseln. (Ulrich van Loyen: Neapels Unterwelt. Über die Möglichkeit einer Stadt, Matthes & Seitz 2018.

Termin: 14. Januar 2019, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

Dankeschön 2018

Das war ein wunderbares Jahr im Literaturklub. All die vielen Lesungen udn Begegnungen haben unheimlich viel Spaß gemacht. Danke für Euren / Ihren Besuch!

Am 14. Januar geht es weiter mit Rettungswesen und Totenkulte und den Autor*innen Johanna Dombois und Ulrich van Loyen.

Bis dahin, schöne Weihnachten und alles Gute für’s Neue Jahr!