Literaturklub: Enrique Winter am 5. Juni 2018

Der chilenische Dichter Enrique Winter ist in der Stadt und liest aus „Oben das Meer unten der Himmel“, seinem ersten Buch auf Deutsch. DerAbend findet auf Deutsch, Spanisch und Englisch statt.

Enrique Winter, geboren 1982 in Santiago de Chile, lebt in der Hafenstadt Valparaíso, war als Verleger der Ediciones del Temple sowie als Anwalt tätig und absolvierte einen Master in Kreativem Schreiben an der New York University. Seine Gedichte und Videos umfassen mehr als hundert Publikationen in sechs Sprachen. Gemeinsam mit dem Bassisten Gonzalo Planet hat Enrique Winter als „winterplanet“ Gedichte mit musikalischer Begleitung vertont (Agua en polvo, 2012). Zuletzt erschienen sein vierter Gedichtband Lengua de señas (2015), sein erster Roman Las bolsas de basura (2015) sowie Übersetzungen von Charles Bernstein, Emily Dickinson, G.K. Chesterton und Philip Larkin. Den Sommer 2017 hat Winter als Gast der Sylt Foundation in Deutschland verbracht. Derzeit lehrt er im Rahmen einer Autorenresidenz an der Universidad de los Andes in Bogotá und arbeitet an seinem zweiten Roman.

Der Gedichtband Oben das Meer unten der Himmel des chilenischen Dichters Enrique Winter vereint Gedichte, die die Vielseitigkeit seines Schreiben ebenso zeigen wie die Kontinuität und Entwicklung bestimmter Themen, Formen und Motive, etwa die polyphone Auseinandersetzung mit der chilenischen und lateinamerikanischen sozialen Wirklichkeit, die Verarbeitung von Familiengeschichte als Weltgeschichte und die bildstarke Auseinandersetzung mit der Natur und vor allem dem Meer als Lebens- und Arbeitsraum.

Lange haben wir auf diesen Band gewartet, der schon an anderer Stelle angekündigt war. Das Übersetzer-Team (Léonce W. Lupette, Sarah Otter und Johanna Schwering) hat für uns noch einmal an der Auswahl gefeilt und den Gedichten den letzten Schliff gegeben, so dass wir uns heute besonders über das Erscheinen freuen.

Moderation und deutsche Texte: Adrian Kasnitz

Termin: 5. Juni 2018, 20 Uhr

Ort: Theater ‚die wohngemeinschaft‘, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln

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Literaturklub: Frankfurt-Abend am 14. Mai 2018

Einen Einblick in die Literaturszene einer Stadt geben unsere Städte-Abende. Nach Dresden, München, Düsseldorf und Wien ist diesmal Frankfurt an der Reihe. Dazu laden wir die Dichterin und Theaterautorin Judith Hennemann, den Dichter und Übersetzer Marcus Roloff und den Schriftsteller Dieter David Seuthe ein. Die drei lesen Lyrik und Prosa und berichten vom literarischen und persönlichen Leben am Main. Es moderiert Adrian Kasnitz.

Termin: 14. Mai 2018, 20 Uhr

Ort: Theater ‚die wohngemeinschaft‘, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

Der Abend wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln.

 

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Literaturklub: Ostragehege am 9. April 2018

Literaturklub: Ostragehege mit Lütfiye Güzel, Stefan Wieczorek und Patrick Wilden

Diesmal ist die Literaturzeitschrift OSTRAGEHEGE, die gerade auf Tour durch Deutschland ist, zu Gast im Literaturklub. Zusammen mit der Duisburger Lyrikerin Lütfiye Güzel und dem Aachener Übersetzer Stefan Wieczorek stellt der Dresdner Lyriker und OSTRAGEHEGE-Redakteur Patrick Wilden das neue Heft Nr. 87 in Lesung und Gespräch vor. Durch den Abend führt Adrian Kasnitz.

Termin: 9. April 2018, 20 Uhr

Ort: Theater ‚die wohngemeinschaft‘, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

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Seit 1994 besteht OSTRAGEHEGE, die Zeitschrift für Literatur und Kunst in Dresden. Junge wie etablierte Lyriker, Erzähler und Essayisten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum finden in der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift ein Forum. In einer Zeit, da der Name Dresden mit Enge verbunden wird, blickt OSTRAGEHEGE in die Weite. Ein Schwerpunkt der Zeitschrift sind Übersetzungen. Es gibt Themenhefte zur Buchmessen-Gastregion Flandern-Niederlande, Gedichte von Cyprian Kamil Norwid oder Briefe von Max Jacob, die letzten Gedichte von Yves Bonnefoy oder einen Essay von Joost de Vries. Rezensionen zur Gegenwartsliteratur runden das Profil ab.

In der neuen Ausgabe erscheinen anlässlich von Elke Erbs 80. Geburtstages Auszüge aus ihren „Tagebuchnotizen“ und ein großes Interview mit Ann Cotten. In der Rubrik „Lagebesprechung“ stellt Jayne-Ann Igel den Hallenser Dichter Michael Spyra vor, außerdem portraitiert Paul-Henri Campbell den Leipziger Maler Sighard Gille.

Zur Info auch: http://www.ostra-gehege.de/

Literaturklub: Städte und Gärten am 20. März 2018

Literaturklub: Städte und Gärten mit Bastian Schneider und Adrian Kasnitz

Passagen durch Städte und Gärten stehen heute im Mittelpunkt des Literaturklubs. Bastian Schneider und Adrian Kasnitz lesen Kurztexte und Datumsgedichte und stellen ihre neuen Bücher vor.

Bastian Schneiders Die Schrift, die Mitte, der Trost (Sonderzahl) versammelt Kurztexte,die eine besondere Route durch europäische Metropolen wie Istanbul, Köln, Marseille, Paris oder Wien ergeben, indem sie diese zu verschiedensten Stücken« verdichten: Frühstücke, Randstücke, Spazierstücke, Singstücke laden dazu ein, die teils abgründige Schrift urbaner Oberflächen sehen und lesen zu lernen. Adrian Kasnitz setzt sein Kalendarium (parasitenpresse) mit Datumsgedichten fort. Der jetzt erscheinende 4. Teil ist im April angesiedelt und beschäftigt sich relativ oft (jahreszeittypisch) mit Gartenarbeit als Kontrapunkt zum Schreiben.

Termin: Dienstag, 20. März 2018, 20 Uhr

Ort: Theater ‚die wohngemeinschaft‘, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

Literaturklub: Erzähl mir am 19. Februar 2018

Literaturklub: Erzähl mir mit Gerald Fiebig und Simone Scharbert

Auch Gedichte können erzählen, das wollen wir beweisen. „diese straße heißt fast wie der sommer“, heißt es gleich zu Anfang des ersten Gedichts von Gerald Fiebig, das die Ortszeile im Titel trägt: Sommestraße, Augsburg. Ein Stadtviertel, einen Straßenzug, ein Gebäude stellt Gerald Fiebig in den Mittelpunkt seiner Gedichte des Bandes nach dem nachkrieg (parasitenpresse 2017) und nähert sich so einer Topographie und ihrer Geschichte bis hin zur drohenden Gentrifizierung. Das Debüt der Erftstädter Dichterin Simone Scharbert heißt „Erzähl mir vom Atmen“. Den Band wird sie bei uns im Literaturklub vorstellen.

Moderation: Adrian Kasnitz

Termin: 19. Februar 2018, 20 Uhr
Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln
Eintritt: 6,- €

Die Gäste:

Gerald Fiebig, geboren 1973, lebt in Augsburg. Er ist als Lyriker und Audiokünstler tätig und leitet das Kulturhaus abraxas. Fiebig veröffentlichte bislang acht Gedichtbände, die wie kriechstrom (1996) und normalzeit (2002) im Buchhandel lieferbar oder auf seiner Website unter Bücher online verfügbar sind. Zu seinen weiteren Publikationen zählen zahlreiche Radiostücke und Tonträger. 2017 erschien die CD Wall of Sound mit der Band Jesus Jackson und die grenzlandreiter. http://www.geraldfiebig.net

Simone Scharbert ist 1974 in Aichach geboren, hat Literaturwissenschaft, Philosophie und Politikwissenschaft studiert, über die Osterweiterung der Europäischen Union promoviert. Lebt und arbeitet als Dozentin und freie Autorin in Erftstadt. 2017 Stipendiatin des „Raniser Debüt“, in dessen Rahmen zuletzt ihr Lyrik-Band „Erzähl mir vom Atmen“ erschienen ist.

Literaturklub: Stäubungen am 8. Januar 2018

Literaturklub: Stäubungen mit Bernd Lüttgerding und André Patten

Noch leicht vom Weihnachtsglanz bestäubt, aber garantiert unverstaubt: Bernd Lüttgerding (Brüssel) und André Patten (Köln) lesen neueste Texte. Beide schreiben Lyrik und Prosa. André Patten war zuletzt Finalist beim open mike und wurde 2017 mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Bernd Lüttgerding debütierte mit dem Band Stäubungen (parasitenpresse 2017), den er jetzt erstmals in Köln vorstellen wird.

Moderation: Adrian Kasnitz

Termin: 8. Januar 2018, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

 

Die Gäste:

Bernd Lüttgerding, geboren 1973 in Peine, lebt seit 2008 in Belgien (Brüssel, Antwerpen). Nach ausschweifenden geisteswissenschaftlichen Studien arbeitete er als Gärtner, im antiquarischen Buchhandel, Skriptschreiber für TV-Produktionen und – zur Zeit – als Techniker in einem Museum. Einige seiner Gedichte wurden in Zeitschriften publiziert, zuletzt in Abwärts, in Sachen mit Woertern und On peut se permettre (Brüssel). Derzeit schreibt er an seinem zweiten Roman.

André Patten, 1984 in Neuss geboren, lebt in Köln. Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie in München, Wien und Bonn sowie Zweitstudium am DLL. Stipendiat der 18. Schillertage in Mannheim. Finalist des 24. und 25. Open Mike sowie beim FM4 Wortlaut Wettbewerb 2015 und 2017. Eingeladen zum Atelier NRW des Literarischen Colloquiums Berlin, Preis der Rheinischen Post beim 20. Moerser Literaturwettbewerb sowie Preisträger beim Leipziger Hörspielsommer 2017. Herausgeber der Tippgemeinschaft 2016 sowie Mitveranstalter der Kölner Lesereihe Land in Sicht und des Kölner Auftakt Festivals für szenische Texte.

Literaturklub: Bleiben oder Gehen? am 11. Dezember 2017

Lesung und Gespräch mit Ulrike Anna Bleier, Thorsten Krämer und Theresa Pak
Manchmal will man einfach nur weg. Aber dann bleibt man doch zuhause bei den Eltern wohnen oder fährt weiter zur Arbeit, wechselt weiter die Windeln und küsst weiter dieselben Lippen. Denn es gibt ja gute Gründe fürs Bleiben. Bis es irgendwann reicht mit den Gründen. Und dann geht man doch, irgend wohin, wo die Straßen anders heißen und das Haar, durch das man mit der Hand fährt, einen anderen Geruch hat. Oder nicht?
Praktische Lebenshilfe leisten Bleier, Krämer und Pak nur auf Nachfrage. Fest zum Programm gehören aber weitgereiste und daheimgebliebene Geschichten übers Aufbrechen, Aushalten und Verschwinden.

Moderation: Adrian Kasnitz

Termin: 11. Dezember 2017, 20 Uhr
Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln
Eintritt: 6,- €
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln
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Thorsten Krämer

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