Literaturklub: Erzähl mir am 19. Februar 2018

Literaturklub: Erzähl mir mit Gerald Fiebig und Simone Scharbert

Auch Gedichte können erzählen, das wollen wir beweisen. „diese straße heißt fast wie der sommer“, heißt es gleich zu Anfang des ersten Gedichts von Gerald Fiebig, das die Ortszeile im Titel trägt: Sommestraße, Augsburg. Ein Stadtviertel, einen Straßenzug, ein Gebäude stellt Gerald Fiebig in den Mittelpunkt seiner Gedichte des Bandes nach dem nachkrieg (parasitenpresse 2017) und nähert sich so einer Topographie und ihrer Geschichte bis hin zur drohenden Gentrifizierung. Das Debüt der Erftstädter Dichterin Simone Scharbert heißt „Erzähl mir vom Atmen“. Den Band wird sie bei uns im Literaturklub vorstellen.

Moderation: Adrian Kasnitz

Termin: 19. Februar 2018, 20 Uhr
Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln
Eintritt: 6,- €

Die Gäste:

Gerald Fiebig, geboren 1973, lebt in Augsburg. Er ist als Lyriker und Audiokünstler tätig und leitet das Kulturhaus abraxas. Fiebig veröffentlichte bislang acht Gedichtbände, die wie kriechstrom (1996) und normalzeit (2002) im Buchhandel lieferbar oder auf seiner Website unter Bücher online verfügbar sind. Zu seinen weiteren Publikationen zählen zahlreiche Radiostücke und Tonträger. 2017 erschien die CD Wall of Sound mit der Band Jesus Jackson und die grenzlandreiter. http://www.geraldfiebig.net

Simone Scharbert ist 1974 in Aichach geboren, hat Literaturwissenschaft, Philosophie und Politikwissenschaft studiert, über die Osterweiterung der Europäischen Union promoviert. Lebt und arbeitet als Dozentin und freie Autorin in Erftstadt. 2017 Stipendiatin des „Raniser Debüt“, in dessen Rahmen zuletzt ihr Lyrik-Band „Erzähl mir vom Atmen“ erschienen ist.

Literaturklub: Bleiben oder Gehen? am 11. Dezember 2017

Lesung und Gespräch mit Ulrike Anna Bleier, Thorsten Krämer und Theresa Pak
Manchmal will man einfach nur weg. Aber dann bleibt man doch zuhause bei den Eltern wohnen oder fährt weiter zur Arbeit, wechselt weiter die Windeln und küsst weiter dieselben Lippen. Denn es gibt ja gute Gründe fürs Bleiben. Bis es irgendwann reicht mit den Gründen. Und dann geht man doch, irgend wohin, wo die Straßen anders heißen und das Haar, durch das man mit der Hand fährt, einen anderen Geruch hat. Oder nicht?
Praktische Lebenshilfe leisten Bleier, Krämer und Pak nur auf Nachfrage. Fest zum Programm gehören aber weitgereiste und daheimgebliebene Geschichten übers Aufbrechen, Aushalten und Verschwinden.

Moderation: Adrian Kasnitz

Termin: 11. Dezember 2017, 20 Uhr
Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln
Eintritt: 6,- €
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln
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Thorsten Krämer

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Greek Poetry im Literaturklub

Zusammen mit den griechischen Dichter*innen Danae Sioziou, Lenia Safiropoulou und Vassilis Amanatidis, die mit Mitteln des Kölner Kulturamts nach Köln eingeladen werden konnten, stellten Wassiliki Knithaki und Adrian Kasnitz, die Herausgeber, die Anthologie Kleine Tiere zum Schlachten im vollbesetzten Literaturklub vor. Danae Sioziou las Gedichte auf Griechisch und einen Text auf Deutsch und berichtete von der Athener Literaturszene. Lenia Safiropoulou brachte ein Soundfile mit einem ihrer Langgedichte mit. Vassilis Amanatidis performte auf Griechisch und Englisch einen Auszug aus seinem Buch m_otherpoem. Knithaki und Kasnitz streuten die deutschen Übersetzungen ein und schilderten, wie es zu der Anthologie mit neuer griechischer Lyrik kam. Das Buch Kleine Tier zum Schlachten ist in der parasitenpresse erschienen und kann dort bezogen werden.

Der nächste Literaturklub findet am 11. Dezember statt. Dann heißt es Bleiben oder gehen? Als Gäste erwarten wir Thorsten Krämer, Ulrike Anna Bleier und Theresa Pak.

 

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Literaturklub: Greek Poetry Now! am 13. November 2017

Wie vielfältig die aktuelle griechische Dichterszene ist möchten wir an diesem Abend zeigen. In der parasitenpresse ist gerade die Anthologie ‚Kleine Tiere zum Schlachten. Neue Gedichte aus Griechenland‘ erschienen, die 29 Dichter/innen aus Athen, Thessaloniki und anderswo in Übersetzung vorstellt. Es lesen Danae Sioziou, Lenia Safiropoulou und Vassilis Amanatidis auf Griechisch, Englisch und Deutsch.

Moderation: Wassiliki Knithaki und Adrian Kasnitz

Termin: 13. November 2017, 20 Uhr / Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln (U Rudolfpatz) / Eintritt: 6,- €

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln

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Die Gäste:

Vassilis Amanatidis, wurde 1970 in Edessa geboren, Er lebt als Schriftsteller, Übersetzer, Performer und Kurator in Thessaloniki. Zuletzt erschien von ihm εσύ: τα στοιχεία (du: die elemente), Nefeli Publishing, Athens 2017.

Lenia Safiropoulou ist Opersängerin, Lyrikerin und Über-setzerin. Sie studierte Gesang, Klavier und Lied in Stuttgart und Oper in London. Ihre Konzerte führen sie durch ganz Europa. Zuletzt erschienen von ihr das Album Sunless Loves (First Hand Records 2017) und der Lyrikband Σκληροό να σκοντάφτεις σε πέτρες (Es ist hart über Steine zu stolpern) Pataki 2016, für den sie den Athener Preis Frau des Jahres in der Kategorie Lyrik erhielt.

Danae Sioziou, geb. 1987 in Karlsruhe, wuchs dort und in Karditsa auf. Sie studierte Anglistik und Kunstmanagement in Athen und Geschichte in Athen und Berlin. Zuletzt erschien von ihr Χρήσιμα Παιδικά Παιχνίδια (Nützliche Kinderspiele) Antipodes 2016.

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Literaturklub: Viermal Prosa am 9. Oktober 2017

Literaturklub: Viermal Prosa mit Mitra Gaast, Lütfiye Güzel, Aurora Jablonski und Marie-Alice Schultz
Dieses Mal stellen Mitra Gaast, Lütfiye Güzel, Aurora Jablonski und Marie-Alice Schultz neue Kurzgeschichten, Kurzprosa und Roman-Auszüge vor.
Alle vier Autorinnen leben zur Zeit in Köln oder im Rheinland. Die Texte entführen aber zu Entfernterem, nämlich zu Drohnen und in Mikadowälder, nach Duisburg und Teheran.
Moderation: Adrian Kasnitz
Datum: 9. Oktober 2017, 20 Uhr
Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln-Belgisches Viertel
Eintritt: 6,- €
Unser Gäste:

Mitra Gaast wurde in Teheran geboren und emigrierte mit siebzehn Jahren in die Bundesrepublik. Sie studierte mehrere Jahre zunächst Mathematik und übte diverse Erwerbstätigkeiten in der freien Wirtschaft bzw. im öffentlichen Dienst aus. Sie ist Autorin von Erzählungen und Romanen, veröffentlicht in Anthologien und lebt im Rheinland. Im Sujet Verlag erschienen bisher: Schatten in Teheran (2014) und Denn du wirst dich erinnern – Wiederkehr nach Teheran (2017).

Lütfiye Güzel, geb. 1972, lebt als Autorin in Duisburg und betreibt dort das Label Go-Güzel-Publishing, wo ihre mittlerweile vielen Bücher erscheinen, zuletzt: Elle-Rebelle.

Aurora Jablonski * Autorin * Kurzgeschichten und Erzählungen * Musikerin * Stimme und Bass * geboren am 01. April 1986 * aufgewachsen in Köln * ausgebildet am Bass * Studium der Psychologie *

Marie-Alice Schultz, geb 1980 in Hamburg. Mitglied im Forum Hamburger Autoren Mitherausgeberin der 2018 erscheinenden Literaturzeitschrift TAU. Studierte Theaterwissenschaft und Germanistik in Berlin und Bildende Kunst in Wien. Nahm 2016 an der Schreibwerkstatt Edenkoben und am Literaturkurs in Klagenfurt teil. Arbeitet derzeit an ihrem Roman „Mikadowälder“.

Literaturklub: Schwämme und Flüsse am 11. September 2017

Literaturklub: Schwämme und Flüsse mit Kathrin Bach und David Krause

Nach der Sommerpause geht es im Literaturklub wieder poetisch zu. Kathrin Bach (Berlin) stellt ihr Lyrik-Debüt Schwämme vor (parasitenpresse 2017) und der Leonce-und-Lena-Preisträger David Krause (Köln) liest aus Die Umschreibung des Flusses (Poetenladen 2016). Damit sind zwei neue Stimmen auf der Bühne. Moderation: Adrian Kasnitz

 

Termin: 11. September 2017, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

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Kathrin Bach bei einer Lesung der parasitenpresse in Leipzig. Foto: (c) Mirko Lux

Die Gäste:

Kathrin Bach, geboren 1988 in Wiesbaden, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim. Erhielt den 2. Preis beim Lyrikpreis München 2014 und war Finalistin beim 22. open mike. Veröffentlichungen finden sich u.a. im Jahrbuch der Lyrik 2015, in Akzente, manuskripte und Lyrik von Jetzt 3. Lebt nach einem längeren Aufenthalt in Südfrankreich nun als Buchhändlerin in Berlin. Der Band Schwämme ist in der parasitenpresse erschienen.

 

David Krause, geboren 1988 in Köln. Studierte das gymna­siale Lehr­amt der Fächer Deutsch, Eng­lisch und Latein. Schrift­stel­le­rische Tä­tig­keit in Lyrik und Prosa seit Ende 2008. 2013/14 Teil­nahme an der Darm­städter Text­werk­statt unter der Leitung von Kurt Drawert. Lesun­gen im Lite­ratur­haus Darm­stadt, auf der Leipziger Buch­messe und am Kultur­insti­tut Tarabya in Istan­bul. Leonce-und-Lena-Preis­träger 2015. Der Band Die Umschreibung des Flusses ist im Poetenladen erschienen.

 

Eindrücke von den Juni-Abenden

Im Juni hatten wir zwei Literaturklub-Lesungen. Einmal war der Literaturklub auf dem Lande zu Gast, nämlich im Köttinger Dorfleben in Erftstadt. Dort lasen Christoph Danne, Adrian Kasnitz, Xaver Römer und Gundula Schiffer. Simone Scharbert moderierte. Zwei Tage später hieß es dann Stimmen der Freiheit in der Wohngemeinschaft. Die Journalisten Aydin Üstünel, Evren Zahirovic und Gerrit Wustmann stellten Texte verfolgter türkischer Autor/innen vor. Die Autor/innen selber sandten Video-Grußbotschaften an das Kölner Publikum. Eintrittsgelder und Spenden, die bei der Lesung gesammelt wurden, fließen an den Rechtshilfefonds des KulturForums TürkeiDeutschland. Wir gehen jetzt in die Sommerpause und melden uns im September zurück!

Literaturklub: Stimmen der Freiheit am 12. Juni 2017

Literaturklub: Stimmen der Freiheit – Texte verfolgter türkischer Autor/innen

Wenn eine Diktatur entsteht, ist das freie Wort zuerst bedroht. Über 160 Journalisten sind in der Türkei in Haft, mehr als 150 Medienhäuser wurden geschlossen. Schriftsteller werden wegen ihrer Texte vor Gericht gestellt.

Die Journalisten Aydin Üstünel, Evren Zahirovic und Gerrit Wustmann lesen Texte verfolgter türkischer Autoren, die einen Einblick in die Lage vor Ort geben. Sie erläutern die Situation ihrer türkischen Kollegen, geben Einblicke in Hintergründe und den Kampf eines Landes um Demokratie und Meinungsfreiheit. Im anschließenden Publikumsgespräch hat jeder die Möglichkeit, Fragen loszuwerden.

Im Laufe des Abends werden eigens hierzu eingespielte Videobotschaften von Can Dündar und der jüngst mit dem Nannen-Preis ausgezeichneten Banu Güven gezeigt.

Moderation: Adrian Kasnitz

 

Termin: 12. Juni 2017, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Straße 39, Köln

 

Eintritt: 6 Euro

In Kooperation mit dem KulturForum TürkeiDeutschland

Sämtliche Einnahmen des Abends werden dem Rechtshilfefonds des KulturForums gespendet, mit dem verfolgte Oppositionelle in der Türkei unterstützt werden.

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Ece Temelkuran

KulturForum TürkeiDeutschland Logo

Literaturklub: Mini Welt am 8. Mai 2017

In die Mini-Welt der Vorstädte und der Peripherie mit Menschen, Möwen und anderen Tieren führt uns Stan Lafleur (Köln) in seinem neuesten Gedichtband MINI WELT. Willi Achten (Aachen) stellt seinen Roman Nichts bleibt vor, der Rache zum Thema hat. Und Jonas Linnebank (Köln) stellt neue und an verstreuten Orten erschienene Texte vor.

Moderation: Adrian Kasnitz

Termin: 8. Mai 2017, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, 50674 Köln

Eintritt: 6,- €

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Stan Lafleur © Adrian Kasnitz

Die Gäste:

Willi Achten, geb. 1958 in Mönchengladbach. Studium der Germanistik und Sonderpädagogik in Bonn und Köln. Lebt in Aachen. Zuletzt erschienen von ihm Nichts bleibt, Roman, Pendragon 2017 und Dahinter das Meer, Gedichte, Edition Virgines 2016.

Stan Lafleur, geb 1968 in Karlsruhe, lebt in Köln. Er schreibt Lyrik, Prosa, Hörspiele, Bühnenszenarien und bloggt auf rheinsein über die rheinischen Kulturlandschaften. Zuletzt erschienen: MINI WELT, Edition Virgines 2017 und Rhein-Meditation, Edition 12 Farben, rhein wörtlich, Köln 2015.

Jonas Linnebank, geb. 1989 in Werl, lebt seit dem Herbst 2009 in Köln und studiert Deutsche Sprache & Literatur und English Studies. Erste Texte sind im Print und online bei der mosaikzeitschrift erschienen.