Literaturklub: Paris im Titel am 9. März 2020

Paris im Titel mit Bastian Schneider

Es sind die kleinen Begebenheiten des Alltags, die normalerweise unterhalb unserer Aufmerksamkeitsschwelle verbleiben: Ihnen gibt Bastian Schneider für einen kurzen Moment die Möglichkeit, Teil einer kleinen Geschichte zu werden. Mit diesen »Geschichtchen«, die so unbeschwert wie präzise daherkommen, vollbringt er das Kunststück, vorzuführen, wie wir uns in der Welt Sinn verschaffen.

‚Paris im Titel‘ heißt der neue Prosaband des Kölner Schriftstellers, der im Wiener Sonderzahl Verlag erscheint und den wir nun im Literaturklub vorstellen.
Moderation: Adrian Kasnitz.

Termin: 9. März 2020, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

SAMSUNG CSC
Bastian Schneider. Foto: (c) A. Kasnitz

Bastian Schneider, 1981 in Siegen geboren. Studium der deutschen und französischen Literatur in Marburg und Paris; Studium der Sprachkunst in Wien. Auszeichnungen: Dieter-Wellershoff-Stipendium 2019, Dresdner Lyrikpreis 2018, Arbeitsstipendium der Kunststiftung NRW 2018, Förderpreis des Landes NRW 2017, Stipendiat des Atelier Galata der Stadt Köln in Istanbul 2017, Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium 2016, nominiert für den Ingeborg-Bachmann-Preis 2016. Zuletzt erschienen u.a. ‚Die Schrift, die Mitte, der Trost. Stadtstücke‘ (Sonderzahl 2018) und ‚Irgendwo, jemand‘ (parasitenpresse 2017). Er lebt in Köln und Wien.

Der Abend wird gefördert durch das NRW Kultursekretariat, Wuppertal

Druck

 

 

 

Literaturklub: Was es bedeuten soll am 11. Februar 2020

Was es bedeuten soll. Neue hebräische Dichtung in Deutschland – mit Asaf Dvori, Maya Kuperman, Gundula Schiffer und Adrian Kasnitz

Die von Gundula Schiffer und Adrian Kasnitz aus dem Hebräischen übersetzte und herausgegebene Anthologie „Was es bedeuten soll. Neue hebräische Dichtung in Deutschland“ (Parasitenpresse) versammelt Texte von 13 in Deutschland lebenden, auf Hebräisch schreibenden Autor*innen. In Gespräch und Lesung stellen die beiden Kölner Herausgeber*innen und die Berliner Autor*innen Maya Kuperman und Asaf Dvori die Anthologie vor und sprechen über das Schreiben in der Emigration.

Dass die jüdische und hebräische Kultur heute in Deutschland und Europa wieder pulsiert, ist ein Wunder. Und zwar eines, um das man sich kümmern muss. Tatsächlich schließt sich heute der Kreis und die modernhebräische Literatur kehrt dorthin zurück, wo sie gegen Mitte des 19. Jahrhunderts begann. Vornehmlich in osteuropäischen Metropolen wie Kaunas, Warschau oder Odessa, aber auch im Westen, etwa in Paris und London, wirkten damals die ersten modernhebräischen Schriftsteller, bevor sich diese Zentren mit der Staatsgründung nach Tel Aviv und Jerusalem verschoben. Aktuell liegt eines ihrer Hauptzentren wieder in Berlin. Hebräisch versteht sich hier als diasporische und kosmopolitische Sprache, eingewoben in ein transnationales, weltumspannendes, literarisches Netz. Die hier versammelten Gedichte wurden allesamt in Deutschland verfasst und bisher nicht ins Deutsche übersetzt. Bei den meisten handelt es sich auch im Original um bisher unveröffentlichte Texte.
Mit Texten von Ronen Altman Kaydar, Yael Dean Ben-Ivri, Tomer Dotan-Dreyfus, Asaf Dvori, Yemima Hadad, Zahava Khalfa, Admiel Kosman, Maya Kuperman, Tali Okavi, Loulou Omer, Gundula Schiffer, Mati Shemoelof und Michal Zamir.

Termin: Dienstag, 11. Februar 2020, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

81330624_2450193525230432_3994070356917747712_o
Maya Kuperman

Cover Hebrew4

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln

STK Kulturamt RGB

Literaturklub: Zeichnet Schlaufen am 13. Januar 2020

Zum Jahresbeginn, wenn die Möglichkeiten noch endlos scheinen, zeichnet der Literaturklub Schlaufen und stellt vier Autor*innen, vier verschiedene Stimmen vor.

Judith Röder (Köln) nähert sich in ihren Filmen und Texten Landschaften und verlassenen Orten, Bettina Hesse (Köln) hat zuletzt „Die Philosophie des Singens“ (Mairisch) veröffentlicht, Franz Hofner (Bonn) ist Dichter und Rezensent (u.a. für Fixpoetry) und Roman Paul Widera (Mainz) stellt seinen Debütband „Dammbruch“ (parasitenpresse) vor.

Moderation: Adrian Kasnitz

Termin: 13. Januar 2020, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

8_judithroder_ph_alicjakielan
Judith Röder. Foto: Alicja Kielan

Literaturklub: Raumsch & bewegliche Ziele am 9. Dezember 2019

Eine doppelte Book-Release gibt es mit den beiden Dichtern Christoph Danne (Köln) und Arnold Maxwill (Dortmund) im Literaturklub. Maxwill schreibt in seinem Debütband Raumsch (parasitenpresse) über Gelände, Struktur und den Überbleibseln von lost places. Der neue Gedichtband von Christoph Danne bewegliche Ziele erscheint in der Corvinus Presse. Der Berliner Verleger und Buchdrucker Hendrik Liersch ist anwesend und erzählt vom Buchdruck im digitalen Zeitalter. Moderation: Adrian Kasnitz

**

Arnold Maxwill, geb. 1984 am Niederrhein, lebt und arbeitet in Dortmund. Studium der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte. Für seine Gedichte erhielt er u.a. den GWK-Förderpreis für Literatur, Feldkircher Lyrikpreis, Lyrikpreis München. Raumsch ist sein Debütband.

Christoph Danne, geb. 1976 in Bonn, Studium in Berlin, Salamanca und Köln, lebt und arbeitet in Köln. Veröffentlichte vier Gedichtbände, u.a. das halten der asche und Aufwachräume (beide parasitenpresse). Danne erhielt mehrere Auszeichnungen u.a. den Postpoetry-Preis und ein Arbeitsstipendium des Landes NRW. Er veranstaltet die Lyrik-Lesereihe HELLOPOETRY! in Köln, kuratiert das Lyrikfestival Satelliten und betreibt den tauland-verlag. Im Herbst 2019 erscheint der Band bewegliche Ziele in der Corvinus Presse.

Termin: 9. Dezember 2019, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

Literaturklub: Mein marokkanischer Roadtrip am 14. Oktober 2019

Im Alleingang und ohne nennenswertes Budget reist Miriam Spies mitten im Winter durch Marokko. Ob per Anhalter, im Nachtbus oder zu Fuß – die Reiseleitung überlässt sie dabei dem Zufall. Und so trifft sie auf Westsahara-Veteranen, erzählfreudige Bettler, englische Damen und jede Menge Geister der Vergangenheit. Mal übernachtet sie in einer Studenten-WG, mal bei einer traditionellen marokkanischen Familie und mal im Backpacker-Hostel. Augenzwinkernd und mit großer Zuneigung für Marokko stellt Miriam Spies den Lobliedern der alten Reiseliteraten die Wünsche und Träume der jungen Generation gegenüber und entwirft so ein mythisches Bild des winterlichen Marokko zwischen Grunge und Grandezza. Heute stellt sie ihr Buch Im Land der kaputten Uhren im Literaturklub vor. Moderation: Adrian Kasnitz
*
„Okay, für meine Ohren klang der Reiseplan haarsträubend. Aber er war liebevoll von einem marokkanischen Freund ausgearbeitet worden, und so notierte ich ihn minutiös in meinem Kalender. Die deutsche Art von minutiös, die von der absoluten Verbindlichkeit dieser Angaben ausgeht.

»Hey, sweety«, schrieb er kurz vor meinem Abflug, als wollte er damit meinen Kalendereintrag kommentieren,»travel the Moroccan way ;)«, und ich wusste genau, was er damit sagen wollte: Nimm’s mit einem Lächeln, wenn alles anders kommt. Simple enough und doch äußerst sachdienlich, wenn man durch Marokko reist.“

Miriam Spies, Jahrgang 1982, studierte Germanistik, Buchwissenschaft und Kulturanthropologie in Mainz und Berlin. Sie lebt, liest, denkt und schreibt in Mainz, sofern sie nicht gerade durch die Republik tingelt, um auf Bühnen zu sitzen, literarische Psychogramme über die Gattung Mensch zu erstellen oder in Zügen, Bussen oder von Barhockern aus schreibend Welt zu verdichten. 2014 reiste sie zum ersten Mal auf den Spuren der Beatgeneration nach Tanger. Seitdem war sie jedes Jahr mindestens einmal dort. Im Land der kaputten Uhren erschien bei Conbooks, Neuss 2019.

Termin: 14. Oktober 2019, 20 Uhr
Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln
Eintritt: 6,- €
Foto_Miriam Spies_von Sabrina Albers_web
Miriam Spies. Foto: (c) Sabrina Albers

Sommerpause

Wir sind jetzt in der Sommerpause, feilen am neuen Programm und starten am Dienstag, 17. September 2019 mit einer Lesung des deutsch-polnischen Schriftstellers Artur Becker in die neue Saison. Kurz vorher, am 6./7. September findet zum ersten Mal das Europäische Literaturfestival Köln Kalk statt mit acht internationalen Autor*innen, das wir wärmstens empfehlen.

 

Literaturklub: Künstliche Tölpel am 10. April 2019

Drei Gedichtbände hat der Bonner Schriftsteller Dominik Dombrowski bereits veröffentlicht, dazwischen immer wieder auch Kurzgeschichten geschrieben. Mit der Erzählung Künstliche Tölpel erscheint aber erst jetzt sein Prosadebüt in der parasitenpresse. Darin bricht Laszlo seinen Urlaub auf Korfu ab, kehrt an den Rhein zurück, wo er sich in einen Stein verwandelt. Dombrowskis Text ist eine Reflexion über Sein und Zeit in einer beschleunigten Welt. Moderation: Adrian Kasnitz

***

Dominik Dombrowski, geb. 1964 in Waco, Texas/USA. Lebt in Bonn. Studium der Philosophie und Literaturwissenschaften. Seit 2013 veröffentlichte er die drei Lyrikbände „Finissage“, „Fremdbestäubung“ (parasitenpresse) und „Fermaten“ (edition Azur). Er wurde mit diversen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem zweiten Preis beim Lyrikpreis München und dem Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Edenkoben (2015). Künstliche Tölpel erscheint im März 2019 in der parasitenpresse.

Termin: Mittwoch, 10. April 2019, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

IMG_9418[1]
Dominik Dombrowski. Foto: (c) Dirk Skiba