Literaturklub: Jubiläumslesungen am 20. und 23. April 2020

Der Literaturklub in der wohngemeinschaft feiert sein 10-jähriges Jubiläum mit zwei Abenden. Idiotische Wucht heißt der 1. Abend (20. April) und präsentiert drei renommierte Dichter*innen. Guy Helminger (Köln), Sünje Lewejohann (Berlin) und Christoph Wenzel (Aachen) lesen neue Gedichte und sprechen über das Schreiben von Lyrik. Musikalische Begleitung gibt es von Ramblin‘ Boy Harrers. Adrian Kasnitz moderiert.

Schönheit der Wüste heißt der 2. Abend, an dem Luise Boege (Berlin), Joachim Geil (Köln) und Mirjam Kay ‚MK‘ Mashkour (Köln) zu Gast sind. Alle drei lesen neue Prosa und entführen uns in ihre Textwelten. Marie Tjong-Ayong und Jannis Sicker machen Musik. Adrian Kasnitz moderiert.

Falls die Lesungen wegen des Corona-Virus nicht im Theater die wohngemeinschaft stattfinden können, werden sie voraussichtlich als Sofalesungen an beiden Abenden gestreamt. 

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Autor*innen am 1. Abend (20. April)

Guy Helminger wurde 1963 in Esch / Alzette (Luxemburg) geboren, lebt seit 1985 in Köln. Er schreibt Gedichte, Romane, Hörspiele, Theater. Seit 2006 moderiert er zusammen mit Navid Kermani den Literarischen Salon in Köln.
Preise: 2002 Förderpreis für Jugend-Theater des Landes Baden-Württemberg, 2002 Prix Servais, 2004 3sat-Preis, 2006 Prix du mérite culturel de la ville d’Esch, 2016 Dresdner Lyrikpreis.
Letzte Veröffentlichungen: Die Lehmbauten des Lichts. 2019; Jockey. 2019; Die Tagebücher der Tannen. 2018; Die Allee der Zähne. 2018.

Sünje Lewejohann,geb. 1972 in Flensburg, veröffentliche 2005 den Roman Am Sonntag will Gott zu Atem kommen im DuMont Verlag und 2013 den Gedichtband in den hirschen bei der Connewitzer Verlagsbuchhandlung. Zuletzt erschien der Gedichtband die idiotische wucht deiner wimpern in der parasitenpresse. 2010 erhielt sie beim Lyrikpreis Meran den Alfred-Gruber-Preis für eine Auswahl ihrer Gedichte. Sie lebt in Berlin.

Christoph Wenzel, 1979 im westfälischen Hamm geboren, studierte Germanistik und Anglistik in und wurde dort promoviert. Er arbeitet als Autor, Herausgeber, Redakteur und Universitätsangestellter in Aachen. Er ist Mitbegründer und -herausgeber der Literaturzeitschrift [SIC], betreibt gemeinsam mit Daniel Ketteler den [SIC] – Literaturverlag und schreibt Lyrik und Essays, die in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht sind. Zuletzt erschien der Gedichtband „lidschluss“ in der Edition Korrespondenzen (2015).
Er ist Redakteur des zweisprachigen deutsch-niederländisch-flämischen Lyrikmagazins TRIMARAN. Für das Radio schreibt und spricht er gelegentlich Essays (u.a. ZEITLUPE WDR3/Mosaik) und für das Literaturbüro NRW kuratiert er die Online-Lyrikanthologie Flusslaut bei Instagram.

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Autor*innen am 2. Abend (23. April)

Luise Boege, geboren 1985 in Würzburg. Studierte Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig sowie Literaturwissenschaft in Erfurt. Veröffentlicht Prosa und Lyrik. Als Einzeltitel erschienen bislang ‚Kaspers Freundin‘ (2015), ‚Bild von der Lüge‘ (2017) bei Reinecke&Voß und ‚Exorzismus in Polen Die Schönheit der Wüste‘ (parasitenpresse 2018).

Joachim Geil wurde 1970 geboren und wuchs in der Pfalz auf. Er studierte u. a. Theater-, Film und Fernsehwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität zu Köln. Er veröffentlichte die Romane ‚Heimaturlaub‘ (2010), ‚Tischlers Auftritt‘ (2012) sowie ‚Ruhe auf der Flucht‘ (2016) – alle bei Steidl. Zuletzt wurde er mit dem Dieter-Wellershoff-Stipendium ausgezeichnet. Er lebt in Köln.

Mirjam Kay „MK“ Mashkour (*1992) studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus am Literaturinstitut Hildesheim sowie Politik- und Rechtswissenschaft in Bologna, Rom und Hamburg. MK schreibt seit ihrem 17. Lebensjahr für Zeitungen (u.a. Der Freitag, Hannoversche Allgemeine, Kölnische Rundschau). Im Rahmen der Textwerkstatt Kölner Schmiede 2018/2019 arbeitete sie an ihrem Debütroman.


Der Abend wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln

STK Kulturamt RGB

Dankeschön 2018

Das war ein wunderbares Jahr im Literaturklub. All die vielen Lesungen udn Begegnungen haben unheimlich viel Spaß gemacht. Danke für Euren / Ihren Besuch!

Am 14. Januar geht es weiter mit Rettungswesen und Totenkulte und den Autor*innen Johanna Dombois und Ulrich van Loyen.

Bis dahin, schöne Weihnachten und alles Gute für’s Neue Jahr!

Literaturklub: Enrique Winter am 5. Juni 2018

Der chilenische Dichter Enrique Winter ist in der Stadt und liest aus „Oben das Meer unten der Himmel“, seinem ersten Buch auf Deutsch. DerAbend findet auf Deutsch, Spanisch und Englisch statt.

Enrique Winter, geboren 1982 in Santiago de Chile, lebt in der Hafenstadt Valparaíso, war als Verleger der Ediciones del Temple sowie als Anwalt tätig und absolvierte einen Master in Kreativem Schreiben an der New York University. Seine Gedichte und Videos umfassen mehr als hundert Publikationen in sechs Sprachen. Gemeinsam mit dem Bassisten Gonzalo Planet hat Enrique Winter als „winterplanet“ Gedichte mit musikalischer Begleitung vertont (Agua en polvo, 2012). Zuletzt erschienen sein vierter Gedichtband Lengua de señas (2015), sein erster Roman Las bolsas de basura (2015) sowie Übersetzungen von Charles Bernstein, Emily Dickinson, G.K. Chesterton und Philip Larkin. Den Sommer 2017 hat Winter als Gast der Sylt Foundation in Deutschland verbracht. Derzeit lehrt er im Rahmen einer Autorenresidenz an der Universidad de los Andes in Bogotá und arbeitet an seinem zweiten Roman.

Der Gedichtband Oben das Meer unten der Himmel des chilenischen Dichters Enrique Winter vereint Gedichte, die die Vielseitigkeit seines Schreiben ebenso zeigen wie die Kontinuität und Entwicklung bestimmter Themen, Formen und Motive, etwa die polyphone Auseinandersetzung mit der chilenischen und lateinamerikanischen sozialen Wirklichkeit, die Verarbeitung von Familiengeschichte als Weltgeschichte und die bildstarke Auseinandersetzung mit der Natur und vor allem dem Meer als Lebens- und Arbeitsraum.

Lange haben wir auf diesen Band gewartet, der schon an anderer Stelle angekündigt war. Das Übersetzer-Team (Léonce W. Lupette, Sarah Otter und Johanna Schwering) hat für uns noch einmal an der Auswahl gefeilt und den Gedichten den letzten Schliff gegeben, so dass wir uns heute besonders über das Erscheinen freuen.

Moderation und deutsche Texte: Adrian Kasnitz

Termin: 5. Juni 2018, 20 Uhr

Ort: Theater ‚die wohngemeinschaft‘, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln

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STK Kulturamt RGB

 

Literaturklub: Stäubungen am 8. Januar 2018

Literaturklub: Stäubungen mit Bernd Lüttgerding und André Patten

Noch leicht vom Weihnachtsglanz bestäubt, aber garantiert unverstaubt: Bernd Lüttgerding (Brüssel) und André Patten (Köln) lesen neueste Texte. Beide schreiben Lyrik und Prosa. André Patten war zuletzt Finalist beim open mike und wurde 2017 mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Bernd Lüttgerding debütierte mit dem Band Stäubungen (parasitenpresse 2017), den er jetzt erstmals in Köln vorstellen wird.

Moderation: Adrian Kasnitz

Termin: 8. Januar 2018, 20 Uhr

Ort: Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, Köln

Eintritt: 6,- €

 

Die Gäste:

Bernd Lüttgerding, geboren 1973 in Peine, lebt seit 2008 in Belgien (Brüssel, Antwerpen). Nach ausschweifenden geisteswissenschaftlichen Studien arbeitete er als Gärtner, im antiquarischen Buchhandel, Skriptschreiber für TV-Produktionen und – zur Zeit – als Techniker in einem Museum. Einige seiner Gedichte wurden in Zeitschriften publiziert, zuletzt in Abwärts, in Sachen mit Woertern und On peut se permettre (Brüssel). Derzeit schreibt er an seinem zweiten Roman.

André Patten, 1984 in Neuss geboren, lebt in Köln. Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie in München, Wien und Bonn sowie Zweitstudium am DLL. Stipendiat der 18. Schillertage in Mannheim. Finalist des 24. und 25. Open Mike sowie beim FM4 Wortlaut Wettbewerb 2015 und 2017. Eingeladen zum Atelier NRW des Literarischen Colloquiums Berlin, Preis der Rheinischen Post beim 20. Moerser Literaturwettbewerb sowie Preisträger beim Leipziger Hörspielsommer 2017. Herausgeber der Tippgemeinschaft 2016 sowie Mitveranstalter der Kölner Lesereihe Land in Sicht und des Kölner Auftakt Festivals für szenische Texte.

So war’s mit Obbel

Vielen Dank an Guy Helminger und Wolly Düse für den wunderbaren Abend… und an die SK Stiftung Kultur, die ihn ermöglicht hat.

Beim nächsten Literaturklub am 6. Februar entführen uns Nikolai Vogel, Thomas Glatz und Kilian Fitzpatrick nach München. Infos folgen in Kürze.

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Guy Helminger und Wolly Düse im Literaturklub

Über der Kimmung / Fotos vom Lyrikfest

Ein paar Eindrücke vom Lyrikfest Über der Kimmung im Literaturklub